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Warum diese Webseite?

(2004)


Nach einigen frustrierenden Erfahrungen mit englischen Herausgebern ergreife ich mit Vergnügen die Möglichkeit, die das Internet bietet: ich kann unzensiert und unverzüglich veröffentlichen, was ich für neu, richtig und wichtig halte. (Als ich Student war, habe ich gelernt, dass alle diese drei Kriterien erfüllt sein müssen, bevor man etwas publiziert. Wenn nur eines fehlt – lass es besser sein!)

Nach rund 15 Jahren ernsthafter Beschäftigung mit der VICTORY und anderen "alten Schiffen" kann ich jetzt einige Fragen beantworten, auf die ich früher keine Antwort wusste. Ich weiß manches, was außer mir niemand zu wissen scheint, und ich denke, es wäre schade, dieses Wissen mit mir ins Grab zu nehmen.

Diese Webseite benutzt das neue Medium Internet, das im Vergleich zu gedruckten Publikationen viele Vorteile hat. Für schnelle, weltweite Verbreitung von Texten und Abbildungen ist das Internet zur Zeit eindeutig das beste Medium. Mit Hilfe bewundernswerter Suchmaschinen bietet es außerdem schnellstmöglichen Zugang zu allen Arten von Information.

Weiter: Ebriefe ermöglichen sofortigen Kontakt zwischen dem Autor und seinem Leser. Bei Bedarf bieten Links zusätzliche Informationen. Bereits veröffentlichte Artikel können jederzeit durch Korrektur oder Ergänzung auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Wann immer irgendwo eine Frage auftaucht, kann sie auf einer Webseite unverzüglich weltweit verbreitet werden. Die Schnelligkeit des Internets gestattet theoretisch umgehende Antworten auf Anfragen.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil einer Webseite ist die Abwesenheit eines Herausgebers. Oftmals neigt diese Person dazu, die Vorstellungen des Autors von Layout und Präsentation zu dessen großer Unzufriedenheit zu verändern. Im Internet kann ich alles nach meinen Wünschen einrichten.

Neu – das ist wichtig. Ein allgemeines, weit verbreitetes Interesse an alten Schiffen, das nicht älter ist als etwa vierzig Jahre, hat zu einer Flut von Veröffentlichungen geführt. Jetzt ist ein Punkt erreicht, wo nichtwissenschaftliche Werke fast nur noch längst Bekanntes wiederholen. Autoren, die von Höhepunkten öffentlichen Interesses (z.B. dem 200. Jahrestag der Schlacht bei Trafalgar) profitieren wollen, schreiben schnell "neue" Bücher, wobei sie bereits vorhandene verwerten, ohne dabei Rücksicht auf Richtigkeit zu nehmen.

Da diese Produktionen (Bücher, Ausstellungen und Fernsehfilme) Gewinn bringen sollen, sind sie oft geprägt von Oberflächlichkeit, Ungenauigkeit und Effekthascherei, was wohl nötig ist, um auf dem schnellebigen Markt der Massenmedien Aufmerksamkeit zu erregen. Meine Webseite ist ein Versuch, dieser populären Welle etwas wissenschaftlich Seriöses entgegenzusetzen.

Ich möchte die alten wissenschaftlichen Tugenden hochhalten. Diese erfordern zum Beispiel, jede nicht allgemein bekannte Aussage zu belegen, jedes Zitat als solches zu kennzeichnen und seine Herkunft offenzulegen, alle Quellen auf ihre Zuverlässigkeit zu überprüfen und immer strikt zu unterscheiden zwischen bewiesenen Fakten einerseits und schlichten Vermutungen andererseits. Wenn wir etwas nicht wissen, müssen wir das zugeben.

Hinweis
in eigener Sache:
















Ich verkaufe meine Sammlung alter, traditioneller
Kunst aus Afrika